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Hans-Detlef Mebes (Schwetzingen)

“TRÈS CHER VÉNÉRABLE MAÎTRE”

Vier kommentierte Masonica-Autographen und ein Vortragsbeleg

“Hier bin ich ich -
und Mann und Bundesbruder”
Theobald Tiger, 1.6.1926

Vorbemerkung

Der kommentierte Faksimile-Abdruck von vier aus dem Jahre 1925 erhalten gebliebenen, in ihrer Gänze bislang unveröffentlichten Freimaurer-Briefen Tucholskys sowie zweier Belege mit unbekannten Details zur Vita Masonica des deutschen Journalisten in den ersten sechs Wochen nach seiner Ankunft in Paris ist aus mehreren Gründen sehr sinnvoll: Erstens bietet sich für den Historiographen am Beispiel des deutsch-französischen Logenmitglieds Kurt Tucholsky eine gute Gelegenheit, manche Falschvorstellungen Dritter über das sozial-utopische Phänomen Freimaurerei zu korrigieren  - dies im vorliegenden Kontext zumindest in einem kurzen Überblick -  und zweitens lassen sich hier Zeichen und Abkürzungen aus freimaurerischen Texten erläutern, die dem Lebenslauf-Forscher üblicherweise nicht begegnen.

Das freimaurerische Logenwesen

Die Freimaurerei, englisch freemasonry, französisch franc-maçonnerie, hat ihren Ursprung in der zunftartigen Werkmaurerei professioneller Steinmetzen in mittelalterlichen Dom-Bauhütten (“lodges”) auf der britischen Insel, von denen sich in einer Blütezeit deistischer Überzeugungen am 24.Juni 1717, dem Johannistag oder Tag der Sommer-Sonnenwende, vier Londoner Logen zur ersten Großloge zusammenschlossen. In den “Constitutions” des presbyterianischen Predigers James Anderson gaben sie sich 1723 einen sechs Hauptstücke umfassenden (im Jahre 1738 veränderten) Pflichtenkatalog (“Old Charges”), der bis heute als Grundgesetz der Freimaurerei gilt. Das erste Hauptstück, “Gott und die Religion betreffend”, ist das wichtigste. Es wird bis in unsere Tage immer wieder neu ausgelegt. Es lautet: “Ein Freimaurer ist durch seinen Titel verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen, und wenn er die (Königliche) Kunst recht versteht, wird er niemals ein stupider Atheist oder ein irreligiöser Freigeist sein. Während die Werkmaurer in alten Zeiten überall auf die betreffende Landes oder Volksreligion verpflichtet wurden, hält man es jetzt für angemessen, sie nur zu der Religion zu verpflichten, in der alle Menschen übereinstimmen, und ihnen die eigene Meinung zu lassen; das heißt, sie sollen gute und aufrichtige Männer sein, Männer von Ehre und Anstand, durch welches Bekenntnis oder Überzeugung sie sich auch unterscheiden mögen; [...]” .  Brüderlichkeit und Toleranz waren und sind demnach die wesentlichen Charakteristika, wie der Freimaurer Lessing sie etwa in Nathan der Weise verarbeitet hat.

Von nahezu ebensolcher Bedeutung ist das zweite Hauptstück, wonach ein Freimaurer sich als “friedfertiger Bürger niemals an Verschwörungen gegen die Nation beteiligt.” Und würde sich ein Bruder “doch einmal gegen den Staat auflehnen, soll er darin nicht bestärkt, sondern eher bedauert” werden. Sofern er sich “keines anderen Vergehens schuldig gemacht hat, darf ihn die Bruderschaft nicht aus der Loge ausschließen; seine Beziehung zu ihr bleibt unangetastet.” - José Marti zum Beispiel, kubanischer Märtyrer im Kampf gegen die spanische Vorherrschaft, war und blieb Logenmitglied, wird noch heute als solcher verehrt und ist mit ein Grund dafür, dass die “Gran Logia de Cuba”, gegründet 1859, mit zur Zeit ca. 22 500 Mitgliedern in 314 Logen als einzige in einer sozialistischen Einparteien-Republik ununterbrochen tätig sein konnte und bis heute international anerkannt blieb.

Um Menschen verschiedener Herkunft und Weltanschauungen zu vereinen, bediente sich die Freimaurerei von Beginn an einer in Ritualen zusammengefassten Symbolsprache aus dem Werkzeugrepertoire der Steinmetzen. Die drei Hauptsymbole sind das Winkelmaß, der Zirkel und das “Buch des Gesetzes”; letzteres seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in der Regel die Bibel. Mit dem freimaurerischen Anspruch auf Dogmenlosigkeit gilt die Bibel in der Loge jedoch nicht als Ausdruck göttlicher Offenbarung, sondern kann als Symbol für die Gesamtheit sittlicher Normen und Werte angesehen werden. Um das freimaurerische Erlebnis von Initiation, Beförderung und Erhebung zu schützen, obliegen in der dreistufigen “Johannis”Maurerei die Meister gegenüber den Gesellen und die Gesellen gegenüber den Freimaurerlehrlingen der Verschwiegenheitspflicht. Abgesehen von den Logensatzungen und Namen des siebenköpfigen Vorstands werden auch die Namen der Mitglieder geheimgehalten. Der ursprüngliche Grund, die Identität von lebenden Freimaurern, zum Beispiel Klerikale, Beamte oder Militärs, nicht preiszugeben, liegt in der frühen Praxis der katholischen Kirche, solche Gläubigen zu exkommunizieren, die sich einer Freimaurerloge angeschlossen hatten. Aus dem Umstand des persönlichen Schutzes muss das Motto des 1738 zum Freimaurer initiierten Friedrich II. verstanden werden, wonach in Preußen “jeder nach seiner eigenen Façon selig werden” dürfe.

Logen und Großlogengründungen sind nur möglich durch Patenschaften seitens der von der Muttergroßloge, der “United Grand Lodge of England", anerkannten freimaurerischen Körperschaften (“Obedienzen”). Gründungen in eigener Machtvollkommenheit, d.h. ohne die Einsetzung durch eine “gerechte und vollkommene” Loge, gelten als irreguläre, denen die internationale Anerkennung verweigert wird. Mitglieder solcher irregulären Körperschaften sind daher von der Teilnahme an freimaurerischen Zusammenkünften regulärer Logen ausgeschlossen. Ein Entzug der Regularität von seiten Londons kann auch dann eingeleitet werden, wenn eine Großloge die von der UGLoE diktierten und schon im 18. Jahrhundert mehrmals modifizierten “Constitutions” und gewisse andere Elemente des Brauchtums missachtet; zum Beispiel die Anerkennung eines Supreme Being, des “Grand Architect of the Universe”, deutsch “Allmächtigen Baumeisters aller Welten”, französisch “Grand Architecte de l’Univers” zum einen und das Auflegen der Bibel während der “Tempelarbeit” zum anderen. So lockerte der “Grand Orient de France” (GODF) in Paris 1877 nach der Aufnahme des Positivisten Emile Littré unter Berufung auf fundamentalistische Prinzipien die nach Meinung der englischen Brüder wesentlichsten freimaurerischen Merkmale und stellte seinen Tochterlogen den Gebrauch der Bibel sowie die Bindung an die Existenz eines Grand Architecte de l‘Univers frei. Der Sieg des Agnostizismus hatte für die französischen Brüder indes den Abbruch aller offiziellen Beziehungen zu England und den meisten weiteren ausländischen Obedienzen zur Folge, und der GODF wurde für irregulär erklärt. Ebenso diejenigen freimaurerischen Großkörperschaften, die sich fortan der Pariser Haltung anschlossen. Seitdem ist die Weltfreimaurerei in zwei Lager gespalten; ein Schisma, das mit der Aufnahme auch von Atheisten oder zumindest BibelDissidenten in Frankreich die progressive Richtung hervorbrachte und sie neben die konservative stellte. Als Gesetzestext konnten nun in den GODF-Logen aufgrund garantierter Gewissensfreiheit (neben den obligatorisch gebliebenen Winkelmaß und Zirkel) entweder das sogenannte “Weiße Buch”, ein Band mit leeren Seiten als Ausdruck des reinsten, dogmenfreien Humanitätsgedankens, oder die Andersonschen “Constitutions” aufgelegt werden.

Der dreißig Jahre später, am 28.Juli 1907 (Feuerbachs Geburtstag!), irregulär in Frankfurt am Main, Sitz Nürnberg, auf monistischer Weltanschauung gegründete deutsche “Freimaurerbund Zur Aufgehenden Sonne” (FZAS), 2 den 1921 sowohl der GODF als auch die zweite französische freimaurerische Großkörperschaft, die “Grande Loge de France” (GLDF) , anerkannt hatten und mit ihm Freundschaftsbürgen austauschten, entschied sich für das Weiße Buch. 3 So war mit dem Einzug des Materialismus auch in das deutsche freimaurerische Logenwesen (das bereits mit acht regulären Obedienzen vertreten war und dem FZAS Beziehungen verweigerte) hier ein getreues Abbild der allgemeinen gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrem Antagonismus von “Verstandesdenken versus Glauben" oder “sky versus heaven” entstanden.

Nun hieße es, die Freimaurerei als Schule und das Logenwesen als etwa repressive freimaurerische Praxis völlig misszuverstehen, wenn ein TucholskyBiograph unter dem Eindruck bestimmter Äußerungen von ihm einer oder den insgesamt acht regulären Großlogen, darunter drei sogenannte altpreußische, weitgehend christlich orientierte Großlogen mit Sitz in Berlin 4 sowie fünf sogenannte humanitäre, d.h. nichtchristlich gebundene Großlogen mit Sitzen in Bayreuth, Darmstadt, Dresden, Frankfurt/M. und Hamburg, die unbedingte Anwendung des Bibelprinzips und den unbedingten Glauben ihrer einzelnen Mitglieder etwa an einen persönlichen Gott als “Allmächtigen Baumeister aller Welten” unterstellte. Die Großloge “Zur Sonne” (Bayreuth) zum Beispiel pflegte in den meisten Tochterlogen bereits Dekaden vor der Jahrhundertwende das Brauchtum mit dem Weißen Buch, musste diesem Symbol jedoch die deutliche Aufschrift “Gott” gestatten. Und als Beispiel für die Haltung von Mitgliedern einer humanitären, ab der Mitte der Zwanziger christlich orientierten Bauhütte sei die Johannisloge “Zur Burg am Saalestrande” in Halle genannt, die vor dem Ersten Weltkrieg ein Faltblatt mit folgendem, unmissverständlich liberalen Credo drucken ließ, das den Titel “Mein Glaube” trug:

      Ich glaube, dass die schöne Welt regiere
      Ein hoher, weiser, nie begriff‘ner Geist,
      Ich glaube, dass Anbetung ihm gebühre,
      Doch weiß ich nicht, wie man ihn würdig preist.

      Nicht glaub‘ ich, dass der Dogmen blinder Glaube
      Dem Höchsten würdige Verehrung sei,
      Er bildet uns ja, das Geschöpf im Staube,
      Vom Irrtum nicht und nicht von Fehlern frei.

      D‘rum glaub‘ ich nicht, dass vor dem Gott der Welten
      Des Talmud und des Alkoran
      Bekenner weniger als Christen gelten;
      Verschieden zwar, doch alle beten an!

      Ich glaube nicht, wenn wir vom Irrwahn hören,
      Der Christenglaube mache nur allein
      Uns selig! wenn die Finsterlinge lehren:
      “Verdammt muss der Andersdenker sein!”

      Das hat der Weise, der einst seine Lehre
      Mit dem Tod besiegelt, nie gelehrt;
      Das hat fürwahr  dem Herrlichen sei Ehre -
      Kein Jünger je aus seinem Mund gehört!

      Er lehrte Schonung, Sanftmut, Duldung üben,
      Verfolgung war des Hohen Lehre fern;
      Er lehrt‘ ohn‘ Unterschied die Menschen lieben,
      Verzieh dem Schwachen und dem Feinde gern. –

      Ich glaube an des Geistes Auferstehen,
      Dass, wenn dereinst das matte Auge bricht,
      Geläuterter wir dort uns wiedersehen,
      Ich glaub‘ und hoff‘ es! doch ich weiß es nicht.

      Dort, glaube ich, werd‘ ich die Sehnsucht stillen,
      Die hier das Herz oft foltert und verzehrt,
      Die Wahrheit, glaub‘ ich, wird sich dann enthüllen
      Dem Geiste dort, dem hier ein Schleier wehrt. –

      Ich glaube, dass für dieses Erdenleben,
      Glaub‘s zuversichtlich, trotz der Deutlerzunft,
      Zwei schöne Güter mir der Herr gegeben,
      Das eine Herz, das andere heißt Vernunft.

      Die letzt‘re lehrt mich prüfen und entscheiden,
      Was ich für Recht und Pflicht erkennen soll,
      Laut schlägt das Erst‘re bei des Bruders Freuden,
      Nicht minder, wenn er leidet, warm und voll!

      So will ich denn mit regem Eifer üben,
      Was ich für Wahrheit und für Recht erkannt,
      Will brüderlich die Menschen alle lieben,
      Am Belt, am Hudson und am GangesStrand.

      Ihr Leid zu mildern und ihr Wohl zu mehren
      Sei jederzeit mein herzlichster Beruf,
      Durch Taten glaub‘ ich würdig zu verehren
      Den hohen Geist, der mich und sie erschuf.

      Und tret‘ ich dann einst aus des Grabes Tiefen
      Hin vor des Weltenrichters Angesicht,
      So wird er meine T a t e n  strenge prüfen,
      Doch meinen Glauben? Nein, das glaub‘ ich nicht!

Dieses Gedicht, verfasst von dem durch Rom seiner Ämter enthobenen Theologen I.H.K. Freiherr von Wessenberg (17741860), hatte bereits vor der Jahrhundertwende in einer Zeit der Glaubenskrise mit Zehntausenden von Kirchenaustritten in der deutschen Bevölkerung bei einer Reihe von Logenbrüdern starken Anklang gefunden. Es verdeutlicht die unüberbrückbaren Gegensätze des Katholizismus zur Freimaurerei, obwohl diese keine religiöse Sekte und keinen Kirchenersatz darstellt, als Kind der Aufklärung ihren Anhängern gleichwohl Besinnungs und Übungsstätten für ethisches Handeln bietet. So war es im ersten und weit intensiver im zweiten Jahrzehnt seiner Existenz gerade der FZAS, der unter Berufung auf fundamentalistische Prinzipien diese Praxis hervorhob und sie mit folgenden Worten umschrieb: “Der Grundgedanke der Freimaurerei war, die Menschheit aus den engen Fesseln der Konfessionen und der dogmatischen Weltanschauungen herauszuheben und sie auf den Boden des reinen Menschentums zu stellen. Der Freimaurerbund Zur Aufgehenden Sonne e.V. in Nürnberg hat diesen Grundgedanken in ursprünglicher Reinheit und zeitgemäßer Form wieder belebt, um alle geistig hochstehenden, frei und ideal gesinnten Männer, welche der Freimaurerei in den letzten Jahrzehnten ablehnend oder interesselos gegenüberstanden, wieder zu sammeln und zu einem mächtigen Bund der freigeistigen Elite unserer Zeit unter Ausschluss rein politischer Bestrebungen zu vereinigen. Dadurch soll der FZAS auch zu einer Schule werden für alle die vielen nach geistiger Klarheit ringenden Ethiker und Gottsucher der ganzen Welt. Um dieses Ziel ungehindert erreichen zu können, hat sich der Bund als selbständige und unabhängige Großloge konstituiert und ist dem Deutschen Großlogenbund nicht unterstellt und nicht angegliedert.” Soweit die Selbstdarstellung des FZAS bis zum Jahreswechsel 1921/22.

Ein besonderes Ereignis veränderte die mitteleuropäische Landschaft des freimaurerischen Logenwesens durchgreifend: Die drei christlich bestimmten altpreußischen Großlogen in Berlin mit ihren Tochterlogen im Lande, nämlich die Große NationalMutterloge Zu den drei Weltkugeln, die Große Loge von Preußen genannt Zur Freundschaft sowie die Große LandesLoge der Freimaurer von Deutschland, welche mit zusammen 32.800 Mitgliedern rund 68 Prozent aller deutschen Freimaurer ausmachten, traten 1922 aufgrund nationalpolitischer Spannungen aus dem Deutschen Großlogenbund aus und trennten sich damit von den fünf humanitären Obedienzen. Dem Ausland gegenüber existierten “jetzt drei deutsche FreimaurerGruppen. Der humanitäre Gr.L.Bund, der imperialistische DreipreußenBund und der friedliche F.Z.A.S. Bund, der ja schon mit Frankreich in Verbindung steht. Das ist das Bild, welches die deutsche Freimaurerei zu Beginn des neuen Jahres (1923; HDM) bietet. 5

Tucholskys erster Logenvortrag

Als Kurt Tucholsky am 24. März 1924 in der FZASLoge “Zur Morgenröte” zum Freimaurerlehrling initiiert wurde, war ihm die relative Isolation seiner Mutterloge in Berlin und des irregulären FZAS in Deutschland bekannt. Vor allem muss ihm durch die Erläuterungen seines Bürgen und Vorjahreskollegen aus dem Bankhaus Bett, Simon und Co., Karl Koch, klargeworden sein, dass nur der FZAS offizielle brüderliche Beziehungen mit dem als progressiv bekannten Grand Orient de France aufgenommen hatte und ihm den Zutritt in dessen Tochterlogen vermitteln konnte. Die regulären deutschen Obedienzen pflegten dagegen brüderliche Kontakte mit der 1895 als Abspaltung vom GODF gegründeten Grand Loge de France (die allerdings mit dem GODF freundschaftlich verbunden blieb), weil sie sich strikt zum Bibelsymbol und zum Symbol des Grand Architecte de l'Univers bekannte. Umso erstaunlicher erscheint uns heute der Schritt der GLDF, hauptsächlich in der Person ihres Repräsentanten Gaston Moch, bereits 1921 die Anerkennung des freigeistigen FZAS systematisch betrieben und letztlich durchgesetzt zu haben. Bei näherer Betrachtung der Beweggründe ergibt sich als entscheidender Faktor, dass der FZAS die einzige deutsche Großloge war, die sich trotz  oder gerade wegen des Versailler “Friedensdiktats” zu einer von Beginn an konsequenten pazifistischen und kosmopolitischen Haltung entschlossen hatte. Daher kam sie mit dieser völkerverbindenden Politik den Intentionen vieler französischer Brüder, insbesondere des deutsch und esperantosprachigen Gaston Moch 6, den seine Pariser Obedienz als Freundschaftsbürgen für den FZAS bestimmt hatte, im richtigen Moment entgegen. Für Tucholsky boten diese Beziehungen indessen die Chance, auch deren Logen besuchen zu können.

Primär erleichtert wurde Tucholskys Kontakt in Paris, der hier am ersten Aprilwochenende 1924 eingetroffen war, jedoch vor allem durch eine Person: Im Frühjahr 1923, zu einer Zeit der Ruhrbesetzung, hatte der GODF den Stuhlmeister der Pariser Loge “l’Effort” und zugleich Ordensratsmitglied , den “administrateur en chef des colonies” FrançoisAdrien Juvanon, mit guten Wünschen nach Berlin verabschiedet, wo er in der Loge “Zur Morgenröte” zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Einladende des politisch hochrangigen Franzosen waren der Großmeister des FZAS, Dr. Rudolph Penzig, Charlottenburger Stadtrat und Schriftleiter der Zeitschrift “Ethische Kultur”, sowie dessen Bundessekretär und stellvertretender Stuhlmeister der Loge, Dr. Heinrich Lux. Als Freundschaftsbürgen des GODF für den Freimaurerbund Zur Aufgehenden Sonne hatten sie ihn Ende Juli 1922 anlässlich ihres Hamburger Großlogentages kennengelernt. Tucholskys erste Teilnahme als “Frère Visiteur” an einer rituellen Tempelarbeit galt daher eben der Loge “l’Effort”, und zwar am Montag , den 14.4.1924, in der Pariser Rue Cadet (s . Abb. ). Der Zufall oder war es Verabredung? wollte es, dass unter den weiteren sieben Besuchern an diesem Abend ein Mitglied des gemischten Ordens der CoFreimaurerei, “Le Droit Humain” (DH), anwesend war, so dass dem jungen Berliner Bruder sogleich auch die Möglichkeit offenstand, Verbindungen mit dessen Loge “Marie Bonnevial” Nr. 4 und hierdurch mit weiblichen Freimaurern aufzunehmen. Weil unter ihnen sowie weiteren DHLogen einige Frauen der französischen Sektion der Liga für Menschenrechte angehörten 7, waren Kontakte für Tucholsky auch zu Pazifistinnen sinnvoll.

Unter den acht Besuchern per Zufall oder durch eine Einladung Juvanons – befand sich weiter ein Mitglied der GLDFLoge “Les Trinitaires". Deren Stuhlmeister war noch bis 1922 Gaston Moch, bevor dieser zum Jahreswechsel 1922/23 mit Unterstützung des GODFBruders Adrien Juvanon eine neue GLDFLoge unter dem Namen “Lalande” gründete. Auch mit jenem Besucher wird Tucholsky einige Worte gewechselt und vielleicht einen Gastbesuch im Logenhaus in der Rue Puteaux, zirka einen Kilometer östlich des Parkeingangs “Monçeau”, vereinbart haben. Die Vortragsankündigung im “Bulletin Hebdomadaire” für Sonnabend, den 17. Mai 1924, in der Loge “Lalande”, nach der “Bruder Tucholsky von der ehrwürdigen Loge Morgenröte im Orient Berlin” über Kinderaustausch zwischen deutschen und französischen Familien referiert hat (s. Abb.), spricht vielleicht für ein solches Gespräch, mindestens jedoch zwischen ihm und Gaston Moch selbst.

Tucholskys Pariser Affiliierungs-Gesuche

Die Lehrlingszeit Kurt Tucholskys als Freimaurer dauerte entgegen dem üblichen einen Jahr nicht einmal sechs Monate. Anscheinend war er mit dem Beamtenrat seiner Mutterloge “Zur Morgenröte” übereingekommen, angesichts seiner beruflichen Tätigkeit im Ausland die Beförderung in den zweiten, den Gesellengrad möglichst noch 1924 während seines zweimonatigen Sommeraufenthalts in Berlin zu erreichen. Weil dafür als Termin nur ein Montagabend nach den Logenferien in Frage kam, einigte man sich entgegenkommenderweise schon auf den 8.September, und zwar am selben Ort im “Buchgewerbehaus” Wilhelmstraße 118. Die neue Erkenntnisstufe sollte ihn in die Lage versetzen, in Paris  wie bislang nicht nur an Lehrlingslogen der beiden französischen Obedienzen teilzunehmen, sondern auch an Tempelarbeiten der Gesellenstufe.

Meisterlogen des dritten und letzten Grades blieben dem Bruder Tucholsky freilich auch jetzt noch verschlossen; ein Umstand, der für ihn als Korrespondenten deshalb Folgen hatte, weil ihm manche interessante Diskussion über gesellschaftspolitische Angelegenheiten im Lande, die er sicherlich gern für seine FrankreichBerichterstattung in der Weltbühne und Vossischen Zeitung verarbeitet hätte, entgehen musste. Denn wie eng er sich an Themen zu halten pflegte, die in den Logen erörtert wurden, belegt als ein Beispiel von mehreren der Aufsatz “Paris” in der Weltbühne vom 22.5.24. Darin schreibt er unter anderem: “Meine Eindrücke nach fünfwöchigem Aufenthalt in Paris sind folgende: [ ... ] Das Leben ist nicht billig. Das Schlagwort ‚La vie chère‘, das in der Wahlbewegung eine so große Rolle gespielt hat, ist berechtigt [ ... ]. Am teuersten ist die Miete; es gibt viele Budgets, in dem sie ein Drittel der Ausgaben ausmacht. Schuld daran ist zur Zeit neben der Wohnungsnot wohl die Spekulation auf die Zureisenden zu den Olympischen Spielen.” –

Die übrigen Äußerungen Tucholskys in dem recht umfangreichen Artikel mögen manchen Leser angesichts ihrer Kompetenz nicht wenig erstaunt haben. Dem MasonicaBiographen hingegen erschließen sich viele Inhalte aus der Kenntnis, dass die französischen Brüder Freimaurer gerade in dieser Zeit die Schlagwörter “La vie chère”, “La crise du logement”, “Le régime fiscale dans une démocratie” oder auch die öffentlich aktuelle Frage “1'école unique" zu Jahresthemen für alle Tochterlogen des GODF bestimmt und diese ihre Mitglieder entweder in Lehrlings und Gesellen oder in Meister-Zeichnungen (Vorträgen) zur Ausarbeitung und Erörterung verpflichtet hatten. 8

Umso mehr musste auch dem Gesellen Tucholsky daran gelegen sein, sich durch eigene Vorträge in den Logen zu profilieren, um möglichst rasch in den dritten Grad erhoben zu werden. In Frage kam dafür zunächst die Loge “1'Effort” in der Rue Cadet des Ehrenmitglieds Juvanon seiner Mutterloge in Berlin. Desgleichen weitere GODFLogen in Paris, zu denen er sich aufgrund ihrer freimaurerischen oder gesellschaftspolitischen Tradition und Interessenlage hingezogen fühlte.

Wie sich tatsächlich zu Beginn des Jahres 1925 zeigte, war das die Bauhütte “Les Zélés Philanthropes” mit ihrem Tempel in einem Eckhaus der Avenue de Suffren gegenüber der Ecole Militaire. Im Protokoll dieser Loge vom 23.1.25 heißt es, dass der Stuhlmeister, René Dubois, die Anwesenden über einen demnächst stattfindenden Vortrag “Die Karriere Deines Sohnes  der unbekannte Soldat” des Bruders einer Berliner Loge, “Tchurkovsky”, unterrichtete und die (bis heute als Mitschrift des Sekretärs erhalten gebliebene) Zeichnung Tucholskys am Abend des 13.2.25 von ihm auch vorgetragen worden war. 9 Bereits zwei Wochen später, am 27.2., informierte der Sekretär die Mitglieder vom mündlich geäußerten Wunsch des Berliner Bruders, einen Antrag auf Affiliierung (Annahme; Doppelmitgliedschaft) zu stellen, und beim Folgetreffen am 9.3. wurde das mittlerweile eingetroffene Gesuch mit Datum vom 3.3.25 verlesen (s. Abb.). Zum Beschreiben hatte Tucholsky einen bedruckten Briefbogen der “Mairie de Puteaux (Seine)” benutzt; ein Rathaus, etwa 1300 Meter südwestlich der “Pont de Neuilly”.

Mit “T[rès] C[her] Vén[érable] M[aître]”, übersetzt: “Sehr lieber ehrwürdiger Meister”, im Gebrauch deutscher Logen etwas schlichter: “Ehrwürdiger Meister vom Stuhl”, bittet Tucholsky den Vorsitzenden der Ehrwürdigen (“Resp[ectable]") Loge “Les Zélés Philanthropes” schriftlich um seine Annahme. Sodann erklärt er sich als aktives Mitglied im Gesellengrad (“Compagn[on]”) der Loge “Zur Morgenröte” im Or[ient] von Berlin, wobei diese Loge (“At[elier]”) zur “Obéd[ience]” “Zur Aufgehenden Sonne” gehöre, die mit dem G[rand] O[rient] D[e] F[rance], dem GroßOsten von Frankreich, freundschaftliche Beziehungen unterhält, und zeichnet mit brüderlichsten Grüßen (“les plus Frat[ernelles])” “Tucholsky ...” . Bekräftigt durch das Logensiegel vermerkt der Logensekretär “P.L. Grenier ...” mit Datum vom 19. März 1925 handschriftlich darunter, dass man das Ersuchen seitens der Loge im Verlaufe ihrer (feierlichen) “Ten[ue] Sol[ennelle]" (Tempelarbeit) vom 15. des laufenden (Monats) in (wohlwollenden) Betracht gezogen habe. Der Stempel auf diesem Schriftstück oben gibt das Eingangsdatum des weitergereichten Schreibens im GroßSekretariat des GODF an.

Als Tucholsky sein Gesuch schrieb, wohnten er und seine Frau Mary in der Avenue Mozart 89, nur zwanzig Minuten Fußweg vom Logenhaus in der Avenue de Suffren. Suchte er deshalb die Mitgliedschaft bei den Eifrigen Menschenfreunden? War ihm die Rue Cadet, der Hauptsitz des GODF, abends zu weit? Man kann diese Vermutung getrost beiseite lassen, wenn man bedenkt, dass das Ehepaar bereits zwei Monate später ein geräumiges Haus in Le Vésinet bezogen hatte, weitere achteinhalb Kilometer westlich der Vorortgemeinde Puteaux, wo beide Anfang März womöglich auf Wohnungssuche waren. 10

Den zweiten erhalten gebliebenen Masonica-Autographen aus dieser Zeit, ein Schreiben vom 8. 4.25 an “Mon T[rès] C[her] V[énérable]” (Maître) Juvanon , Stuhlmeister der Loge “l' Effort” sowie Mitg1ied des GODF-Ordensrats, beginnt Tucholsky mit der Aussage, dass dieser ihn ermutigt habe, seinen “faux pas” auszubügeln; fährt dann fort, er gedenke durchaus, Juvanons Loge beizutreten und bittet ihn, seinen Antrag gutheißen zu wollen. Was seinen Jahresbeitrag in Berlin anginge, so hätte er den Quittungsbeleg , wonach er damit auf dem Laufenden sei , bereits der Loge des “Ehrwürdigen” Dubois vorgelegt. Was alle weiteren erforderlichen Auskünfte beträfe, stünde er ihm zur Verfügung. Es wäre wohl unnötig zu erwähnen, dass er alle zu erwartenden Beiträge zu zahlen in der Lage sei. Fügt dann für Juvanon noch einen kleinen Aufsatz bei, den er für die Zeitschrift Friedrich Wilhelm Försters geschrieben habe (es handelt sich hierbei wahrscheinlich um den Beitrag “Zwei Sozialdemokratien" in dem Wiesbadener Periodikum Die Menschheit unter seinem Pseudonym Ignaz Wrobel; HDM) und verbleibt mit brüderlichsten Grüßen “Tucholsky ...” (s. Abb.).

Äußerlich unterscheiden sich beide Gesuche wegen des unpersönlichen Briefkopfes nur wenig voneinander. Steht im MärzBrief für einen Betrachter das Bild “Puteaux” im Vordergrund, so ist es im nächsten “Die Weltbühne” und der Name “Siegfried Jacobsohn”. Nur ungern möchte man annehmen, dass diese Formen zufällig sind. Für den AprilBrief kommt hinzu, dass Tucholsky seinen Affiliierungswunsch nur indirekt ausdrückt; so, als läge ihm nicht gerade viel an einer Mitgliedschaft bei “1'Effort”. Worin sein “faux pas”, seine “Sünde”, besteht, läßt sich im übrigen ahnen: Die Brüder der Loge “1'Effort”, die ihm den Weg in den Grand Orient erst bereitet, dazu im April und November 1924 zwei Vertretern des FZASBundesvorstands aus Mannheim und Hamburg bereits die Doppelmitgliedschaft in ihrer Loge ermöglicht sowie am 6.4.25 einen dritten Deutschen, ein weiteres Hamburger FZASMitglied, zu einem Vortrag bei sich empfangen hatten, wird der Schritt Tucholskys, sich zuerst und vor allem nicht bei ihnen, sondern bei einer entfernt arbeitenden Schwesterloge um Annahme beworben zu haben, nicht nur sehr überrascht, sondern vermutlich befremdet haben. Als ebensowenig üblichen freimaurerischen Stil mochten sie Form und Inhalt seines Annahmegesuchs empfunden haben.

Auf eine Antwort mußte Tucholsky erstaunlich lange warten. Als sie eintraf der Absender war Juvanon als Stuhlmeister selbst, waren immerhin neun Wochen vergangen, und sein Wohnsitz war mittlerweile in Le Vésinet. 11 In seiner Erwiderung vom 13.6.25 (s. Abb.) dankte Kurt Tucholsky seinem “T[rès] C[her] M[aître] sehr für dessen schönen Brief und besonders für die Nachricht seiner (genehmigten) Affiliierung. Er wäre sehr glücklich und hoffte, mit ihm “zum Wohle unserer gemeinsamen Sache" arbeiten zu können. Fuhr sodann im nächsten Absatz fort: “Unnötig zu betonen, dass ich am 22. Juni frei sein werde, um mit Ihnen und allen unseren Brüdern über die gegenwärtige Situation und unsere (Logen-)arbeiten in Deuts   chland zu sprechen”. - Klärungsbedürftig in seinem Bestätigungsschreiben ist das Datum “22.” Juni. Laut “Bulletin Hebdomadaire” war eine Tempelarbeit der Loge “1'Effort” im zweiten Grad erst für Dienstag, den 23.6., angesetzt und fand - wie das Anwesenheitsbuch ausweist - mit zwei Besuchenden und 25 eigenen Brüdern einschließlich Tucholskys an diesem  Abend auch statt. So wird er sich entweder vertippt oder den Brief Juvanons falsch gelesen haben. Dass ihn die Loge für den Abend zuvor zu einem informellen Treffen und Erörterung interessierender Themen noch gesondert eingeladen hätte, lässt sich zwar nicht ausschließen, ist jedoch eher unwahrscheinlich. “1'Effort”-Akten des Groß-Sekretariats geben als Tag seiner zweiten Affiliierung, geschehen in der Rue Cadet, den 23.Juni an. Der 16.Juni, genau eine Woche davor, ist das Datum seiner Erstannahme, und zwar in der Avenue de Suffren in der Loge “Les Zélés Philanthropes”. Nach den noch überlieferten Dokumenten zu urteilen, unterschieden sich die zwei Bauhütten im Spektrum der Themenwahl ihrer Vortragsveranstaltungen. Die tragenden, pazifistisch aktiveren Mitglieder der letztgenannten standen Tucholsky in seiner eigenen Anschauung offensichtlich am nächsten. Dies belegt auch seine Teilnahme an den Arbeiten dieser Loge am 28. und am 31.Juli 1925 im Zusammenhang mit dem Pariser Friedenskongress. 12

Tucholskys dritter Brief an die Loge “1'Effort”, der vierte erhalten gebliebene aus diesem Jahr insgesamt, trägt als Absendeort und -datum “Foix, ce 31025” (s. Abb.) und ist wiederum adressiert an seinen “T[rès] C[her] M[aître]” Adrien Juvanon. Darin lässt er ihn wissen, dass er um den 20. Oktober zurückkehren und sogleich danach ein kleines Buch über die Pyrenäen für einen deutschen Verleger schreiben muss; eine Arbeit, die ungefähr vier Wochen dauern würde. Er entschuldige sich daher bei ihm, in dieser Zeit nicht “an unseren Sitzungen” teilnehmen zu können. Sobald er seine Arbeit, die er nicht aufgeben könne, beendet hätte, würde er sich bei der Loge melden und hoffe, mit allen Brüdern über eine Frage sprechen zu können, die ihn während seiner Reise sehr beschäftigt hätte: über Lourdes. 13

Aus der Spätherbstzeit 1925 müsste ein weiteres Schreiben Tucholskys existieren, wenn auch nicht an Juvanon, sondern an den Stuhlmeister der Loge “Les Zélés Philanthropes”. Am 13.November nämlich gab Dubois den Anwesenden in einer Tempelarbeit bekannt, der deutsche Bruder hätte mitgeteilt, er würde nunmehr regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen. Und vier Wochen danach, am 11.Dezember, erhob er ihn zum Meister. - Wie zu erwarten war, wählte Tucholsky dafür nicht die Brüder in der Rue Cadet, sondern die engagierten Pazifisten in der Avenue de Suffren . Festzuhalten gilt abschließend auch dies: Seinen letzten von insgesamt neun (!) noch belegbaren Vorträgen im Jahre 1925 hielt er am 12.Dezember in der Loge “La Fraternité des Peuples”. Organisiert hatte ihn die Gruppe “rapprochement franco-allemand”. Sein Thema: “Die intellektuelle deutsch-französische Annäherung”. In der Loge “1'Effort” stimmten die Mitglieder währenddessen, genau am 7. Dezember 1925, über die Annahmen von vier weiteren FZAS-Brüdern aus Deutschland ab, unter ihnen Walter Arthur Berendsohn, Germanist an der Universität Hamburg. Ihre Affiliierungen fanden am 11. Januar 1926 in der Rue Cadet statt.

Danksagung

Die Beschaffung von Kopien der vier KT-Autographen und weiteren Masonica-Dokumenten in den Jahren 1985 bis 1987 verdanke ich Hélène Camou, GODF, und Florence de Lussy, BNDF; für die damalige Teilfinanzierung des KT-Projekts durch die Großloge AFAMvD Hans-Joachim Jung. Für die sonstige Unterstützung meiner Arbeit bis in die Gegenwart danke ich sehr Maurice Bonnefay, Hanns-Philippe Gluck, Philippe Morbach und François Rognon, alle GLDF. Darüber hinaus Alain Sède, DH, sowie vor allem Hélène Trannoy-Janmot und ihrer Familie in Paris. Für die Druckerlaubnis der beiden KT-Autographen vom 3.März und 3.Oktober 1925 bin ich Frau Mary Gerold-Tucholsky zu Dank verpflichtet. In gleicher Weise sei Herrn Prof. Dr. Fritz J. Raddatz, Kurt-Tucholsky-Stiftung, bezüglich der zwei KT-Briefe vom 8.April und 13.Juni 1925 gedankt.